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| KATHOLISCHE PFARRKIRCHE ST. MARIA HIMMELFAHRT HERXHEIM |
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Anschrift:
Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt
Untere Hauptstraße 150
76863 Herxheim
Gottesdienste
Samstag 18:30 Uhr
Sonntag 08:00 Uhr 10:00 Uhr
Pfarramt
Pfarrer Bernhard Bohne
Kesslerstraße 2
76863 Herxheim
Telefon: 07276 / 8538
Fax: 07276 / 96203
Pfarrgemeinderat
Vorsitzender Josef Ring
Luitpoldstraße 6
76863 Herxheim
Telefon: 07276 / 8490 |
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Baugeschichtlicher Überblick
Wohl seit Beginn und Entstehen der christlichen Besiedelung der Mark
Herxheim war der Hügel, auf dem das heutige Gotteshaus steht,
Standort der Kirche: Der Kirchberg in hervorgehobener Lage im
Höhenzug über dem Klingbachtal war von Anbeginn Mittelpunkt
der dörflichen Ansiedelung. Seit Jahrhunderten ist die Kirche auf
dem Kirchberg Glaubenszentrum und -zeugnis der Ortsbewohner durch viele
Generationen hindurch. In eindrucksvoller, majestätischer Weise
verkörpert sie auf Herxheims "heiligen Berg" die lange christliche
Tradition des Dorfes und seiner Bevölkerung. |
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Ortsgründung - Christliches Zeitalter
Wann und wie der christliche Glauben in Herxheim Fuß fasste,
lässt sich nicht genau bestimmen. Ebenso ist die Bauzeit der
ersten Kirche am Ort nicht genau bekannt. Bereits zur Zeit der
Herschafft der Römer fand der christliche Glaube in unserer Gegend
Zugang. Als die Alemannen in unserer Heimat sich sesshaft machten,
fanden sie entweder bereits Christen der spätrömischen Zeit
vor oder waren selbst - zumindestens teilweise - bereits Christen.
Anfangs des 7. Jahrhunderts ist der Speyerer Bischofssitz bereits
authentisch nachgewiesen. Bereits in der Mitte des 4. Jahrhunderts soll
es in Speyer einen Bischof gegeben haben. Die endgültige,
flächendeckende Christianisierung der Bevölkerung in unserer
Region erfolgte allerdings erst durch die Eroberung und Herrschaft der
Franken, was im 6. und 7. Jahrhundert schließlich zur totalen
Christianisierung im Frankenreich führte.
Die erste namentliche Erwähnung Herxheims stammt aus dem Jahr 773
in einer Schenkungsurkunde des Klosters Weißenburg, das die
weltliche Herrschaft über Herxheim innehatte. Damals hat ein
gewisser Sigibald seinen gesamten Besitz in "Villa Haleschaim" - im
Landgut Herxheim - dem Kloster Weißenburg vermacht. Wie
groß die Ansiedlung seinerseits war, kann nicht gesagt werden.
Vermutlich bestand sie bereits aus mehreren "Huben" (Höfen). Aus
Schenkungsurkunden der Klöster Weißenburg und Lorsch aus dem
8. und 9. Jahrhunderts sind die frühesten Namensbezeichnungen von
Herxheim bekannt: Hergisesheim, Herig(e)sheim, Ha(e)risheim,
Harigesheim. Der Ortsname Herxheim ist fränkischen Ursprungs und
wird auf ein fränkisches Landgut zurückgeführt. Die
Franken nannten ihre Ansiedlung "Heim" in Verbindung mit dem Namen
ihres Anführers bzw. Oberhauptes. Herxheim war danach das Heim des
Heriges bzw. Hariges. Sicherlich wurde die fränkische Ansiedlung
"Herigesheim" bereits vor 773 gegründet, ob im 8. Jahrhundert oder
früher, muss Spekulation bleiben. |
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Mittelalterliche Kirche
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die erste Herxheimer
Dorfkirche ihren Ursprung in der Hofeskirche oder Eigenkirche eines
Grundherren hatte. Kirchenamtlicher Verlautbarung zufolge wurde die
erste bzw. zweite Pfarrkirche auf dem Kirchberg erbaut, wo an gleicher
Stelle vermutlich eine fränkische Dorfkirche gestanden hat.
Vermutlich gab es bereits eine Kirche im ersten Jahrtausend Die
mittelalterliche Kirche im romanischen Baustil stand nicht wie ihre
Nachfolgerin in Ostrichtung, sondern in Südrichtung. Das Schiff
dieser Kirche war also nördlich an den Turm angebaut, wie
vorhandene Bauspuren eindeutig beweisen. Von dieser Kirche stammt noch
der untere Teil des heutigen Turmes, dessen Erdgeschoss als Chorraum
diente. Das einjochige Kreuzgerippengewölbe aus jener Zeit mit dem
Abschlussstein, der das Lamm-Gottes-Symbol trägt, ist noch gut
erhalten. Der Turmstumpf des vorhandenen Turmes der heutigen Kirche ist
das älteste Bauwerk von Herxheim.
Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Herxheim
("ecclesia in Herigesheim") stammte aus 1213 von Bischof Konrad III.
von Scharfenberg. Die neue Forschung wertete jedoch verschiedene Fakten
dahingehend, dass in dem bereits 773 erwähnten Ort vermutlich eine
Kirche vorhanden war, noch bevor der Ort unter bischöfliche
Herrschaft kam. Nachdem das Kloster Weissenburg in Herxheim bedeutenden
Sitz hatte, ist es zweifelhaft, dass Herxheim vor der ersten
urkundlichen Erwähnung der Kirche tatsächlich ohne eine
Kirche war. Der Weißenburger Gutsbesitz Herxheim war durch den
"Weißenburger Klosterraub" 985/91 in die Hand des
Kaisergeschlechts der Salier gekommen, die ihn am 05. April 1057 - rund
70 Jahre später - durch Kaiser Heinrich IV. der bischöflichen
Kirche in Speyer, dem Hochstift Speyer, schenkten ("predium Herigesheim
nominatum in pago Spirigouue" = das herxheim benannte Gut im
Speyergau). Dadurch wurde der Bischof von Speyer Ortsherr von Herxheim
("Hergesheim episcopo"). Diese weltlich-geistliche Herrschaft
währte bis zur Französischen Revolution. |
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Spätmittelalterliche Kirche
Die 1507 in spätmittelalterlichen Baustil in Ostrichtung mit zwei
Seitenkapellen errichtete Kirche ist vermutlich das dritte Gotteshaus
von Herxheim. Von dieser Kirche steht noch das Chor, die Sakristei und
der von der Vorkirche stammende Unterbau des Turmes aus 1004. Im
dreißigjährigen Krieg waren das Langhaus mit den
Seitenkapellen und der Turm bis auf seinen Stumpf zerstört worden.
1585 wurde der Turm mit einem achteckigen Teilaufbau, der die
Glockenstube enthält, versehen. Die Schallfenster daran stammen au
s diesem Jahr. 1952 wurden sie senkrecht vergrößert. |
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Neubau des Kirchenschiffes
Das heutige hallenartige Kirchenschiff wurde an Stelle des
spägotischen Kirchenschiffes und der Seitenkapellen 1776/77 im
einfachen, spätbarocken Stil erbaut unter Anbindung an den
spätgotischen Chor und die Sakristei aus 1507 und des Turmes.
Für die stark angewachsene Bevölkerung war der bisherige
Kirchenraum zu klein geworden.
Mit dem Einbau eines gotischen Portals an der Südseite des Turmes
wurde 1788 ein Zugang zum Turm von außen eingerichtet. Zuvor war
der Zugang zum Turm nur vom Kircheninneren aus möglich. Im Zuge
einer Turmneugestaltung 1833/34 wurde die Glockenstube höher
angeordnet. Glocken und Turmuhr wurden der besseren Wahrnehmung wegen
aufgestockt. Der Turm erhielt einen laternenartigen Abschluss. Der
Zugang zum Empore wurde 1860 durch einen Treppenhausanbau an die
westliche Giebelfront der Kirche von innen nach außen verlegt.
Die letzte bedeutende äußere Formgestaltung erfuhr die
Kirche 1968 durch die Neugestaltung des Turmhelmes. Die Turmlaterne aus
1833/34 wurde von der früheren Turmhelmform wieder abgelöst.
Die bisherige Turmhöhe bis zur äußersten Spitze von 36m
ist mit dem hohen, spitzen gotischen Turmhelm jetzt auf 56m
angewachsen. Die Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt als Wahrzeichen des
Ortes ist geistlicher und optischer Mittel- und Orientierungspunkt des
Dorfes seit Jahrhunderten. |
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| Hermann Rieder |
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