| |















Besucher: 561557 |
 |
| |
 |
| |
Der zwei Meter lange Stoßzahn eines Mammuts aus der Altsteinzeit (800.000 bis 10.000 v. Chr.) und eine Feuersteinlanze aus der Mittelsteinzeit (10.000 bis 5000 v. Chr.), beide freigegraben in der Lehmgrube der früheren Ziegelei Speth, zeigen, dass es schon seit langem bei uns tierisches und menschliches Leben gibt. In der Jungsteinzeit (etwa 5000 bis 1800 v. Chr.) wurden die Menschen sesshaft und lebten in Familiengruppen. Sie waren Jäger und Sammler, bauten aber schon Getreide an und waren Viehzüchter. Die Freilegung einer rund 7000 Jahre alten befestigten Dorfsiedlung mit einem zweifachen Grabenring im heutigen "Gewerbegebiet West" erfuhr 1996 bei der Fachwelt größtes Interesse. Man fand Geschirr der Bandkeramik, Schmuck und Werkzeuge. Zahlreiche Funde wie die Fragmente einer "Venus von Herxheim" und durchbohrte Schädeldecken führten zu neuen Fragestellungen zu Kultur und Untergang der Bandkeramiker. Teile der Funde werden
im Scheunenkeller des Heimatmuseums ("SiS"- Steinzeit im Scheunenkeller) zu sehen sein. Im ersten Jahrtausend lebten die Kelten in unserem Raum. Im Klingbachwald finden sich rund 150 zum Teil verflachte keltische Hügelgräber, davon 85 im Herxheimer Unterwald, an der "Zimmerlachschneise", "Römerbergle" genannt. Auch alte Flurnamen wie "Gollenberg" und "Am hohen Stein" erinnern an die Steinkulte der Kelten. Ein spätrömisches Gräberfeld im Bereich der heutigen Ritter- von- Holzapfel Straße wurde 1930 freigelegt. Wertvollstes Fundstück ist ein 22 cm hoher Glaskelch. Die keltisch-römische Besiedlung fand hauptsächlich südlich des Klingbachs und im Schambachtal statt. Im "Gewerbegebiet West" wurden 1995 unter anderem zwei Trockenöfen oder Darren und eine Töpferei freigelegt. Es waren die Alemannen, die zur Zeit der Völkerwanderung ab 259 unserer Zeitrechnung zunächst das rechtsrheinische und dann das
linksrheinische Gebiet am Oberrhein besetzten. Sie wurden ab etwa 500 von den von Norden kommenden Franken nach Süden zurückgedrängt. Die einrückenden Franken nannten ihre neue Heimat oft nach ihrem Anführer. In "Harischaim/Heriesheim/ Herigesheime" dürfte es ein Hari oder Heri gewesen sein. Mit diesen Ortsnamen anlässlich der Schenkung des Franken Sigibald und anderer seiner Sippe an das Kloster Weißenburg tritt Herxheim Ende 773 in den Urkunden und Texten in die aufgeschriebene Geschichte ein. |
| |
|
© 2003 by NTS , powered by 
|
|